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Proktologie

Proktologie beschreibt die Lehre von den Enddarmerkrankungen

Wesentliche Krankheitsbilder:

In der proktologischen Ambulanz werden entzündliche, tumoröse und funktionelle Krankheitsbilder mit modernsten Methoden diagnostiziert und behandelt.

entzündlich
- Analabszesse
- Fissuren
- Fisteln
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitits ulcerosa)
- Kondylome
- Akne inversa
- Kryptitis

tumorös
- gutartige und bösartige Tumore des Mastdarms
- Analcarcinome
- M. Bowen / bowenoide Papullose
- Analthrombosen
- Mastdarm- u. Analpolypen

Funktionell
- Hämorrhoiden
- Rektumprolaps
- Stuhlinkontinenz bei Beckenbodenschwäche
- Obstruktives Defäkation (ODS)
- slow transit constipation

 

Statistik:

Insgesamt wurden in der proktologischen Ambulanz im Jahre 2006 über 1500 Patienten behandelt.
Dabei erfolgten ca. 1200 Rektoskopien und ca. 200 endosonographische Untersuchungen.

Therapie:

Die Behandlung der gutartigen Enddarmerkrankungen ist in der Regel konservativ und ist auf die Behandlung der häufig zugrunde liegenden Stuhlunregelmäßigkeiten ausgerichtet.
Bei regelmäßiger Beschwerdesymptomatik empfiehlt sich nach ausführlicher Diagnostik die operative Sanierung.

 

· Hämorrhoiden

- OP nach Milligan Morgan
- OP nach Parks
- OP nach Longo

Die Operationsmethode nach Longo ist ein minimalinvasiver Eingriff und durch eine geringe Schmerzsymptomatik und schnellere Genesung charakterisiert.


· Stuhlinkontinenz

Unter Stuhlinkontinenz versteht man die Unfähigkeit Stuhl willentlich bis zur gewünschten Stuhlentleerung zurückzuhalten.
Viele Erkrankungen des Beckenbodens sind noch immer in eine Tabuzone gedrängt.
Dementsprechend werden Beckenbodeninsuffizienz bzw. Harn- u. Stuhlinkontinenz oft als schicksalshaft betrachtet, nicht selten zu spät diagnostiziert und daher auch unzureichend behandelt.
Die Lebenqualität, Sexualität und Erwerbsfähigkeit der Patienten sind oft sehr eingeschränkt. Dies führt häufig zu zwischenmenschlichen Konflikten, depressiver Verstimmung und sozialer Isolation.

Behandlungsmöglichkeiten:
- Ernährungsumstellung
- Beckenbodengymnastik
- Elektrostimulation
- Bio-feed-back-Training
- Schließmuskel- u. Beckenbodenrekonstruktionen

In unserer Klinik gibt es fünf von der Deutschen Kontinenzgesellschaft zertifizierten Beratungsstellen (Gastroenterologie, Urologie, Gynäkologie, Pädiatrie, Visceralchirurgie-Proktologie). Diese Spezialbereiche arbeiten in der interdisziplinären Patientenbetreuung zusammen. Ein Kontinenzzentrum ist geplant.

Gegen Inkontinenz läßt sich etwas tun!
„ Die Mehrzahl der Fälle von Inkontinenz ist heute heilbar“!

 


· Obstipation

Obstipation ist bei weit verbreitetem Bewegungsmangel zu einer Volkskrankheit geworden.
Neben der wichtigen Ernährungsumstellung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Bewegung bietet die
STARR-Operation (Stapled-transanal-Rektumresektion) eine gute Methode zur operativen Behandlung
chronischer Obstipation.

 

· Low risk-Carcinom

Die etablierte transanale Tumorchirurgie wird ergänzt durch die transanale endoskopische
Mikrochirurgie (TEM).
Diese stellt eine stadiengerechte, endosonographisch indizierte und kontrollierte Lokalexcision von
Enddarmpolypen oder Tumoren günstiger Malignitätsgrade dar.


Stomatherapie

Die Zahl der Patienten mit künstlichem Ausgang hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen,
insbesondere durch die vermehrte Anlage eines vorgeschalteten ndes, doppelläufiges Dünndarmstoma.
Moderne Stomatherapie beiinhaltet die Aufklärung über Auswirkungen auf die Lebensgestaltung.
Die Versorgungsberatung erfolgt in unserer Klinik im Rahmen der proktologischen Sprechstunde.

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