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Vollnarkose

Eine Vollnarkose ermöglicht nahezu alle chirurgischen Eingriffe.

Wir versetzen Sie in einen schlafähnlichen, schmerzfreien Zustand.
Die Einleitung der Vollnarkose erfolgt in der Regel durch eine intravenöse Injektion. Eine Aufrechterhaltung der Narkose wird über intravenöse oder gasförmige Narkosemittel gesteuert.

Die Narkose erfordert die sichere Zufuhr von Narkosegasen und Trägergase (z.B. Sauerstoff). Dies erfolgt über Hilfsmittel wie Atemmaske, Kehlkopfmaske oder Tubus (Atemschlauch).

Nach Ende der Operation lassen wir Sie wieder sicher aufwachen.
Sie werden nun in den Aufwachraum verlegt. Hier werden Sie überwacht, bis Sie wieder auf ihre Station verlegt werden können.

Bei großen Eingriffen kann es notwendig werden, daß wir Sie auf unserer operativen Intensivtherapiestation weiterbehandeln. Hier erfahren Sie die modernste Überwachung und Intensivtherapie. Nach Erholung aller Organfunktionen werden Sie von dort auf die operative Station verlegt.





Periduralanästhesie

Eine Periduralanästhesie ermöglicht chirurgische Eingriffe an Oberkörper, Bauch, Becken und den unteren Extremitäten.



Nach örtlicher Betäubung der Einstichstelle wird über eine Kanüle ein dünner Katheter zwischen zwei Rückenwirbel in einen speziellen Raum, den sogenannten Periduralraum, eingeführt.

Über den liegenden Katheter wird ein Lokalanästhetikum gespritzt. Die Narkosewirkung tritt nach ca. 10 - 20 Minuten ein.

Bis zum Entfernen des Katheters ist eine Schmerzfreiheit (Operation und/oder Schmerztherapie) gegeben.



 

Spinalanästhesie

Eine Spinalanästhesie ermöglicht chirurgische Eingriffe an Unterbauch, Becken und den unteren Extremitäten.

Nach örtlicher Betäubung der Einstichstelle wird eine Kanüle zwischen zwei Rückenwirbel in einen speziellen Raum, den sogenannten Subarachnoidalraum, eingeführt. Hier wird das Lokalanästhetikum gespritzt. Die Wirkung tritt sofort nach der Injektion ein.



 

Eine Sonderform ist die Hemi- (Halb) Spinalanästhesie.

Die Injektion erfolgt in Seitenlage und betäubt nur eine Körperhälfte (Becken, Oberschenkel, Knie, Unterschenkel und Fuß).



Interscalenäre Plexusanästhesie

Eine Interskalenusblockade ermöglicht chirurgische Eingriffe an Schulter, Oberarm, Ellbogen, Unterarm und teilweise der Hand.


Nach örtlicher Betäubung der Einstichstelle wird über eine Stimulationskanüle, unter Abgabe von leichten Stromimpulsen, der Plexus Nervengeflecht)aufgesucht. Ein kleiner Katheter wird hier eingeführt. Über ihn wird das Lokalanästhetikum eingespritzt.


Bis zum Entfernen des Katheters ist eine Schmerzfreiheit (Operation und/oder Schmerztherapie)gegeben.



Axilläre Plexusanästhesie

Eine axilläre Plexusblockade ermöglicht chirurgische Eingriffe an Oberarm, Ellbogen, Unterarm und Hand.


Nach örtlicher Betäubung der Einstichstelle wird über eine Stimulationskanüle, unter Abgabe von leichten Stromimpulsen, der Plexus (Nervengeflecht) aufgesucht. Ein kleiner Katheter wird hier eingeführt. Über ihn wird das Lokalanästhetikum eingespritzt.


Bis zum Entfernen des Katheters ist eine Schmerzfreiheit (Operation und/oder Schmerztherapie) gegeben.


N. ischiadicus / N. femoralis - Blockade

Eine N. ischiadicus/N. femoralis - Blockade ermöglicht chirurgische Eingriffe an Oberschenkel, Knie, Unterschenkel und Fuß.


Nach örtlicher Betäubung der Einstichstelle wird über eine Stimulationskanüle, unter Abgabe von leichten Stromimpulsen, der Plexus (Nervengeflecht) aufgesucht.  Ein kleiner Katheter wird hier eingeführt. Über ihn wird das Lokalanästhetikum eingespritzt.


Bis zum Entfernen des Katheters ist eine Schmerzfreiheit (Operation und/oder Schmerztherapie) gegeben.


Intravenöse Regionalanästhesie

Die intravenöse Regionalanästhesie ermöglicht kürzere chirurgische Eingriffe an Ellbogen, Unterarm und Hand oder Knie Unterschenkel und Fuß.


Nach Anlegen einer Blutdruckmanschette und anschließender Stauung wird über eine Kanüle das Lokalanästhetikum in die Vene injiziert.


Die Extremität bleibt betäubt, bis die Manschette entlüftet wird.


Blockade einzelner Nerven

Die Blockade einzelner Nerven ermöglicht chirurgische Eingriffe an Unterarm und Hand oder Unterschenkel und Fuß.


Die versorgenden Nerven werden einzeln aufgesucht und mit Lokalanästhetikum betäubt.