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Knieprothese

Informationen zum Kniegelenksersatz

Ziel des Eingriffes ist, bei einem zerstörten Kniegelenk wieder eine schmerzfreie Belastungsfähigkeit mit guter Beweglichkeit über viele Jahre hinaus zu erzielen. Voraussetzung ist aber, dass nicht operative Therapien ausgeschöpft sind und andere Eingriffe, wie Gelenkspiegelungen oder Umstellungsoperationen, nicht mehr sinnvoll sind

Ist nur eine Seite des Kniegelenkes zerstört, genügt ein einseitiger Ersatz durch eine sogenannte Schlittenprothese. Ist das ganze Gelenk von der Zerstörung betroffen, was oft mit einer Fehlstellung verbunden ist, ist ein Ersatz der gesamten Gelenkfläche durch eine Totalendoprothese erforderlich. Das heißt, dass die Gleitfläche am Oberschenkelknochen und am Schienbeinkopf mit einem sogenannten Gleitflächenersatz versehen wird. Damit können auch Achsenfehlstellungen wie O-Bein, X-Bein und Verformungen korrigiert werden. Die Seitenbänder und meistens auch das hintere Kreuzband bleiben erhalten. Bei weit fortgeschrittener Zerstörung oder ausgeprägter Fehlstellung kann es auch manchmal nötig sein, eine gekoppelte Prothese zu implantieren. Hierbei sind die eigenen Bänder nicht mehr notwendig, da die Prothesenteile miteinander ein stabiles Gelenk bilden.

Die Operation wird unter blutsparenden Maßnahmen durchgeführt: Durch eine sehr sorgfältige Operationstechnik mit minimalem Blutverlust und dem Wiederzuführen des abgesaugten Blutes bei der Operation (Cellsaver).  Eine  Eigenblutspende ist nicht notwendig.

Der Ersatz oder Teilersatz des Kniegelenkes ist an unserer Spezialabteilung ein Routineeingriff, welcher etwa gut eine Stunde dauert. Diese  Operation wird bei uns routinemäßig in einem Reinraum-Operationssaal durchgeführt. Wir haben eine jahrzehntelange Erfahrung mit Tausenden von Kniegelenkoperationen und tauschen diese Erfahrungen auch ständig mit anderen führenden Spezialisten aus. Damit  wird der Kniegelenksersatz nach dem neuesten Stand der Endoprothetik durchgeführt.

Weiterhin sind wir als offizielles Endoprothetikzentrum der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie zertifiziert – eine Auszeichnung, die für hohe Qualitätsstandards steht.

Entsprechend der Weiterentwicklung der Implantattechnik werden bei uns Knieprothesen zum Ersatz der Gleitflächen nach neuesten Erkenntnissen eingesetzt. Ziel ist eine knochensparende Implantationstechnik mit Prothesenkomponenten, welche maximale Beweglichkeit bei minimalem Verschleiß ermöglichen. Die neue Generation der bei uns verwendeten Knieprothesen besteht aus einer hoch stabilen Metalllegierung mit einer speziellen Oberflächenbearbeitung. Dies führt zu einer erheblichen Verlängerung der Prothesenhaltbarkeit.

Weiterhin führt eine Oberflächenveredelung dazu, dass diese Prothesenkomponenten auch bei Patienten mit Metallallergien eingesetzt werden können, weil die Abgabe von Metallionen verhindert wird. Die bei uns verwendete Knieprothese Typ emotion der Firma Aesculap ist eine der wenigen in Europa zertifizierten Knie-Metall-Prothesen mit der Eignung für Metallallergiker.

Durch einen gleitenden Polyaethyleneinsatz (PE) zwischen Oberschenkel und Unterschenkelanteil wird der Verschleiß des PE- Inlays weiter vermindert.

Der bei uns verwendete Gleitflächenersatz Typ emotion zeigt weitere erhebliche Vorteile: er ist in so vielen Größen und Varianten erhältlich, dass eine optimale Anpassung an die jeweiligen Formen und Größen der Kniegelenke beiderlei Geschlechtes möglich ist.

Es wird in der Regel eine Beugefähigkeit bei guten anatomischen Voraussetzungen von bis zu 130° erreicht.
Durch eine spezielle Gleitrinne sind Anpassungsprobleme der Kniescheibe an das neue Kniescheibenbett wesentlich geringer als früher geworden.

Zur sicheren Verankerung der Prothesenkomponenten wird eine lackdünne Zementschicht verwendet. Damit erzielt man in der Regel eine belastungsstabile Auflagefläche auch bei porösen instabilen Knochenverhältnissen. Damit kann bei voller Stabilität der Knochenverlust minimal gehalten werden. Es wird auf jeden Fall so wenig Gelenkknochen wie möglich geopfert und möglichst wenig Fremdmaterial verwendet.

Die Frühbelastung unmittelbar nach der Operation hat große Vorteile: Verminderung des Thromboserisikos, Verhinderung von Muskel- und Knochenschwund, frühzeitiges Herz-Kreislauftraining, schnelle Gehfähigkeit, baldige Rehabilitation. Zur Thromboseprophylaxe wird u. a. eine Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten durchgeführt.

Das operierte Bein kann schon am Operationstag bis zur Schmerzgrenze bewegt werden. Spätestens am ersten Tag nach der Operation darf man vor dem Bett stehen und danach die ersten Gehversuche unter Anleitung unternehmen.
In Abstimmung mit den Kollegen der Anästhesie bieten wir Ihnen hochmoderne örtliche Schmerzverfahren an, die wesentlich zum Schmerzkomfort beitragen.

Zunächst erfolgt das Gehen mit Gehstöcken. In den ersten Tagen wird dies noch durch die Wundschmerzen begrenzt, diese klingen aber dann bald ab. Je nach Ausmaß der Operation besteht in den ersten Wochen noch eine Spannung der Gelenkkapsel, welche mit Eisauflagen und mit anderen entstauenden Maßnahmen behandelt werden.

Während der ganzen stationären Behandlung wird unter Anleitung der Krankengymnastinnen ein spezielles, standardisiertes Trainingsprogramm durchgeführt mit Motorbewegungsschiene, Gehschulung, Kräftigung der Bein- und Rückenmuskulatur, gezielten Bewegungsübungen und Gehübungen an der Treppe, sowie gerätegestützter Physiotherapie. Die Krankengymnastik wird natürlich auf den einzelnen Patienten abgestimmt, wobei Alter, Vorerkrankungen, Konstitution, Muskelverhältnisse oder bestehende Behinderungen stets berücksichtigt werden. Deswegen ist es auch völlig normal, dass manchmal die Rehabilitation eben etwas mehr  Zeit und Geduld benötigt.

Der Patient mit dem künstlichen Kniegelenk verlässt dann im Allgemeinen die Klinik gehfähig nach 8-10 Tagen und benützt in den nächsten Wochen noch Gehstöcke, bis er ganz sicher ist. Oft wird eine etwa 3-wöchige Anschlussheilbehandlung in einer Reha-Klinik angeschlossen. Die Operation wird in einem Prothesenpass dokumentiert.

Die Krankengymnastik wird ambulant solange fortgeführt, bis ein optimales Behandlungsergebnis erzielt ist. Nach Knieprothesen kann dies 6 – 12 Monate dauern.

Das künstliche Kniegelenk ist jetzt wieder voll funktionsfähig. Überlastungen sind jedoch zu vermeiden, weil sie zu einem vermehrten Verschleiß führen können. Leichte Sportarten wie Wandern oder Radfahren sind auf jeden Fall zu empfehlen, weil sie die Gelenke beweglich halten, die Muskulatur wird gekräftigt und der Kreislauf trainiert.

Prinzipiell können wieder alle Sportarten ausgeübt werden, die man vorher gut beherrscht hat und die man sich wieder zutraut. Sportarten mit Sprung- und Spurtbelastungen (z.B. Fußball oder Squash) sind eher ungünstig. Um eine möglichst optimale Sportfähigkeit zu erzielen, bedarf es viel Physiotherapie, eigener Beübung zum Muskelaufbau, Balancetraining und Geh- und Laufanalysen. Insbesondere in der Frühphase kann ein Heimtrainier effektiv zum Muskelaufbau beitragen. Das Tragen von schweren Lasten sollte möglichst vermieden werden.

Beim Auftreten von fieberhaften Infekten suchen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt auf. Er wird Ihnen ggf. ein Antibiotikum verschreiben, um eine Infektion der Knieendoprothese durch im Blut kreisende Erreger zu verhindern. Auch bei kleineren Operationen, wie z. B. beim Zahnarzt, sollten sie immer erwähnen, dass sie eine Prothese tragen.

Regelmäßige Kontrollen mit Röntgenaufnahmen sind erforderlich, um sich über den Zustand des künstlichen Kniegelenkes zu informieren. Künstliche Gelenke halten aktuell im Schnitt ca. 15 bis 20 Jahre, wobei sich die Haltbarkeit durch neue Materialien und OP-Techniken kontinuierlich verlängert.

Leistungsspektrum
  • Überprüfung der Indikation zum Gelenkersatz
  • Beratung über eventuell bestehende Behandlungsalternativen
  • Informationen über die Operation
  • Planung des individuellen Behandlungspfades
  • Implantation des Gelenkersatzes
  • Organisation der Rehabilitation
  • Wechseloperationen bei Prothesenverschleiß, Prothesenlockerung oder Prothesenentzündungen
  • Einholung einer Zweitmeinung

Für die Standardversorgung verwenden wir ausschließlich in Deutschland hergestellte Qualitätsprodukte, mit denen wir seit Jahren sehr gute Erfahrungen machen.

Tiefergehende Informationen zum Endoprothetikzentrum:

Sprechzeiten

Endoprothetik (Gelenkersatz)

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Ansprechpartner / Ärzte
Frau Weinalt

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Frau Bardorf
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