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Damit betagte Patienten lange mobil bleiben

Altersmedizin - Team der Geriatrie kümmert sich intensiv um ältere Menschen, damit sie ihre Selbstständigkeit bewahren

Oberärztin Stephanie Steinbauer hilft einer 95-jährigen Patientin. Das tägliche Aufstehen ist vor allem für ältere Patienten wichtig, damit sie bei einem längeren Krankenhausaufenthalt ihre Muskelkraft nicht verlieren. Foto: Eva Maria Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

 

Schon wenige Tage Bettlägerigkeit können bei einem alten Menschen zum Verlust seiner Selbstständigkeit führen. Denn dann schwindet die sowieso schon geringe Muskelmasse dieser Menschen noch mehr. Deswegen ist es bei einem Krankenhausaufenthalt besonders wichtig, dass hochbetagte Patienten intensiv von einem geriatrischen Team betreut werden. Dieses kümmert sich neben der Akuterkrankung um die chronischen Begleiterkrankungen sowie die tägliche Mobilisation aus dem Krankenbett. 

Oft ist es ein Unfall in den eigenen vier Wänden, der ältere Menschen zu einem Krankenhausaufenthalt zwingt: Der Sturz über den Teppichläufer oder ein Elektrokabel. Mit der Folge, dass sich der Verunfallte den Oberschenkel, das Becken oder einen Wirbel bricht. Es kann aber auch eine „einfache“ Harnwegsinfektion sein, warum ältere Menschen ins Krankenhaus müssen. Bleiben sie dann für einige Tage im Bett liegen, kann es sein, dass der Zug der Mobilität abgefahren ist und sie danach sprichwörtlich nicht mehr auf die Füße kommen.

„Denn schon nach wenigen Tagen Bettlägerigkeit schwindet die sowieso schon geringe Muskelmasse älterer Menschen signifikant“, betont Oberärztin Stephanie Steinbauer. Sie verstärkt seit einigen Monaten das geriatrische Team der Medizinischen Klinik II am Klinikum Memmingen unter Chefarzt Prof. Dr. Eike Gallmeier.

„Ältere Menschen brauchen unser besonderes Augenmerk“, erklärt Steinbauers Kollegin, Oberärztin Frauke Bikker. Beide Fachärztinnen verfügen über eine Weiterbildung in Geriatrie, sprich Altersmedizin, und kümmern sich deswegen speziell um betagte Patienten im Klinikum. Und sie sind nicht die einzigen im geriatrischen Team: Fachkrankenpfleger, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten und Sozialpädagogen sitzen bei den regelmäßigen Besprechungen mit am Tisch.  

„Große Studien zeigen, dass durch solch ein interdisziplinäres Team an Therapeuten die Behandlungsergebnisse signifikant verbessert werden“, erzählt Frauke Bikker. „Und man spürt das natürlich auch im Klinikalltag!“

Täglich werden die geriatrischen Patienten im Klinikum Memmingen von einem Physiotherapeuten und einem Ergotherapeuten besucht, die ihnen beispielsweise beim Aufstehen helfen. Außerdem unterstützen speziell ausgebildete Pflegekräfte die Erkrankten, sich außerhalb des Bettes zu waschen.

„Natürlich würde es oft einfacher und schneller gehen, die Patienten im Liegen zu waschen, aber dadurch nimmt man ihnen auch ein großes Stück Selbstständigkeit, das möglicherweise nicht wieder zu erlangen ist“, erklärt Steinbauer.

Neben der Akuterkrankung leiden die betagten Menschen oft an einer Reihe weiterer chronischer Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Demenz: „Aufgrund dieser Multimorbidität ist die Medikamentenliste unserer Patienten oft extrem lang“, berichtet Oberärztin Steinbauer. „Viele nehmen täglich bis zu zehn Tabletten ein.“ Und dann kommen im Krankenhaus möglicherweise noch Schmerzmittel oder Antibiotika dazu. „Da kann es dann sein, dass wir zum Wohle der Patienten das eine oder andere Medikament streichen müssen, denn alle Mittel haben ja auch ihre Neben- und Wechselwirkungen“, ergänzt Fachärztin Bikker.

Auch bei einem chirurgischen Eingriff ist die Herangehensweise eine andere, wenn ein hochbetagter Patient auf dem Operationstisch liegt: „Bei einem Oberschenkelhalsbruch beispielsweise wird so operiert, dass der Patient nach der Operation sofort wieder voll belasten kann“, erklärt Oberärztin Bikker. Damit keine lange Immobilität droht. „Denn unser erklärtes Ziel ist es, den betagten Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt wieder ein eigenständiges Leben im gewohnten Umfeld zu ermöglichen“, betonen die beiden Ärztinnen einstimmig.

Chefarzt Prof. Dr. Eike Gallmeier ist sehr glücklich über die „gelungene personelle Verstärkung unserer Akutgeriatrie durch Frau Steinbauer“. Und nicht nur personell soll dieser wichtige medizinische Bereich aufgewertet werden: „Auch die geplante strukturelle Erweiterung der Geriatrie erachte ich als begrüßenswerte und strategisch wichtige Entscheidung am Klinikum Memmingen“, so der Chefarzt abschließend.

 

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