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Sind Multikopter die Zukunft im Rettungsdienst?

Werden künftig sogenannte Multikopter den Notarzt schneller zum Patienten bringen? Sind diese senkrechtstartenden, elektrisch angetriebenen MiniHubschrauber die Zukunft im Rettungsdienst oder ist das alles nur Science-Fiction? Solche Fragen beschäftigten heuer die über 300 Teilnehmer beim achten Notfallsymposium Notfallgäu in der Memminger Stadthalle, wo am Wochenende Mitarbeiter der Rettungsdienste und Notaufnahmen auch seltene Notfallmaßnahmen wie Lungenpunktionen oder außerklinische Geburten übten. 

Der ADAC prüft derzeit in einem weltweit einmaligen Forschungsprojekt den Einsatz von bemannten Multikoptern im Rettungsdienst. Zwar kann in diesen Mini-Hubschraubern, die mit 18 Rotoren elektrisch angetrieben werden, der Patient nicht ins Krankenhaus befördert werden, doch kann der Notarzt viel schneller am Einsatzort sein und dadurch Menschenleben retten: „Der Multikopter hat natürlich enorme Vorteile gegenüber einem Notarzteinsatzwagen“, betonte Dr. Rupert Grashey, der ärztliche Leiter der Notfallklinik am Klinikum Memmingen und Hauptorganisator des zweitägigen Symposiums. „Der MiniHubschrauber fliegt einfach über einen Autostau hinweg, muss sich nicht mit glatten Straßen oder unwegsamem Gelände auseinandersetzen und legt natürlich auch lange Strecken viel schneller zurück.“ Denn Schnelligkeit ist eine der wesentlichen Faktoren im Rettungsdienst. „Hinzu kommt Übung, Übung, Übung“, so Dr. Grashey. Da man diese bei Notfallereignissen, die sehr selten vorkommen, meistens nicht hat, ist es laut Grashey wichtig, immer wieder zu üben und sein Wissen aufzufrischen.

„Die Workshop-Teilnehmer trainieren beispielsweise seltene Kindernotfälle wie das Legen von Drainagen in den Brustkorb, was bei schweren Verletzungen beherrscht werden muss“, so Grashey. In einem anderen Workshop werden mit Hilfe einer speziellen Puppe Notfälle rund um eine Geburt geübt: „Immer wieder eine Herausforderung“, erklärte Organisator Grashey. „Denn hier fehlt einfach oft die Routine, da solche Ereignisse zum Glück sehr selten sind.“ Viel Übung verlangt auch das Anlegen eines Gipsverbandes, das Krankenschwester Birgit Krenz in einem speziellen Gipsworkshop lehrte: „Bei einem Gipsverband ist es natürlich wichtig, dass er dort stabil ist, wo er gebraucht wird, nämlich an der Stelle des Bruches.“ Allerdings sei das Anlegen mit den neuen Materialien nicht immer ganz einfach: „Die neuen Gipse haben den Vorteil, dass sie leichter und stabiler sind als der klassische, schwere Weißgips. Allerdings sind Fehler nicht so leicht zu korrigieren.“

In den hochkarätig besetzten Vorträgen wurde unter anderem die Behandlung alter, schwer vorerkrankter Patienten thematisiert: „Hier geht es zum Beispiel um die Frage nach Therapiebegrenzung und -verzicht“, erklärte Grashey. Ein weiterer Themenschwerpunkt war die fachliche Ausbildung der Mitarbeiter von Notfallkliniken: „Künftig soll es in Deutschland neben der speziellen Ausbildung für Pflegekräfte auch eine eigene Fachweiterbildung für Ärzte der Notaufnahmen geben“, so Grashey, „Nämlich neben dem Notfallpfleger auch den Notfallmediziner. Das ist derzeit ein großes Thema der Gesundheitspolitik und beschäftigt uns natürlich auch beim Symposium.“ Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es auch, das Verständnis der einzelnen Berufsgruppen, die in der Notfallrettung tätig sind, untereinander zu verbessern. „Das klappt am besten durch gemeinsames Lernen und den Austausch untereinander“, weiß Organisator Grashey. Er veranstaltet seit dem Jahr 2012 zusammen mit Chefarzt Prof. Dr. Christian Schinkel (Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie) und Chefarzt Prof. Dr. Lars Fischer (Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie) sowie den Kollegen von den örtlichen Rettungsdiensten das Symposium mit hochkarätigen Referenten in der Memminger Stadthalle, um über die neuesten Standards in der Rettung, Versorgung und Therapie von Notfallpatienten zu informieren. „Unser Symposium wird von Jahr zu Jahr beliebter“, freute sich Grashey. „Die über 300 Teilnehmer kommen aus Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und Norditalien – die Referenten sogar bis aus Berlin oder Bozen.“

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