Sie sind etwa KM vom Klinikum entfernt.

Route starten

In lebensbedrohlichen
Notfällen:

112

Rettungsleitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt

Giftnotruf

089 - 192 40

Notfallberatungen und Informationszentrale bei Vergiftungen.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

116 117

Hausärztliche Hilfe in Notfällen außerhalb der Sprechstundenzeiten.

Kindernotdienst
116 117
Zahnnotdienst
116 117

Notfallklinik

08331 / 70 14060
Notfall
- A A A +

Zum Wohle der Patienten

Bei Jahrestagung des klinischen Ethikkomitees werden schwierige Fragestellungen thematisiert

Bei der Jahrestagung des Klinischen Ethikkomitees in der ehemaligen Prämonstratenser Reichsabtei in Rot an der Rot wurden schwierige ethische Fragestellungen diskutiert. Im Bild: Referentin Dr. Kathrin Knochel von der Technische Universität München mit Mitgliedern des Komitees vom Klinikum Memmingen. Foto: Ines Rudolf/Klinikum Memmingen

 

Ethische Probleme im Krankenhausalltag zu lösen ist Aufgabe des Ethikkomitees am Klinikum Memmingen. Auch bei der diesjährigen Jahrestagung des Komitees in Rot an der Rot standen ethische Herausforderungen der modernen Medizin im Mittelpunkt der Tagung.

Der Medizinethiker Prof. Giovanni Maio von der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg zeigte in seinem Vortrag „Medizin ohne Maß“ die Entwicklung von der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen in der Antike hin zur heutigen, häufig fragmentierten Sicht auf einzelne medizinische Probleme auf. Der Mediziner und Philosoph appellierte an das Ethikkomitee, ethische Konflikte im Krankenhausalltag klar zu benennen und mutig im Interesse der Patientinnen und Patienten zu handeln.

Dr. Kathrin Knochel vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technische Universität München erläuterte bei der Jahrestagung, wie Ethik strukturiert in den Klinikalltag eingebunden werden kann. Grundlage ihres Vortrags war die ethische Fallbesprechung des Mediziners und Philosophen Prof. Dr. Georg Marckmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dabei ging Dr. Knochel besonders der Frage nach, wie sich diese – zeitlich oftmals sehr aufwändigen – Fallbesprechungen so niederschwellig wie möglich gestalten lassen, damit sie im klinischen Alltag praktikabel und wirksam eingesetzt werden können.

Sonja Schalk, Kinderkrankenschwester und Palliative-Care-Fachkraft am Klinikum Memmingen, stellte bei der Tagung das Projekt „verwaiste Eltern“ vor. Dazu zählen die Neugestaltung der Grabstelle für Sternenkinder auf dem Memminger Waldfriedhof (wir berichteten) sowie das Trauercafé „Herzensspuren“, das betroffenen Familien einen geschützten Raum für Austausch, Begleitung und Trauerarbeit bietet.

„Die Tagung machte wieder einmal deutlich, wie wichtig ethische Orientierung bleibt, um medizinisches Handeln verantwortungsvoll und patientenzentriert zu gestalten“, betonte der Vorsitzende des Ethikkomitees am Klinikum Memmingen, Dr. Norbert Scheffold. Das Ethikkomitee des Klinikums wurde vor zehn Jahren gegründet und besteht aus Mitgliedern verschiedener Berufsgruppen. Ziel des Komitees ist es, schwierige ethische Fragestellungen im Krankenhausalltag zu lösen. Die Tagung fand in der ehemaligen Prämonstratenser Reichsabtei Mönchsroth in Rot an der Rot (Landkreis Biberach) statt.

Mitglieder des Klinischen Ethikkomitees mit ihrem Vorsitzenden Dr. Norbert Scheffold (Sechster von links) und seinem Stellvertreter Dr. Mark Stroick (Siebter von links). Der zweite Stellvertreter, Dr. Patric Bourdet, fehlt im Bild. Foto: Klinikum Memmingen

Zurück