Sie sind etwa KM vom Klinikum entfernt.

Route starten

In lebensbedrohlichen
Notfällen:

112

Rettungsleitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt

Giftnotruf

089 - 192 40

Notfallberatungen und Informationszentrale bei Vergiftungen.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

116 117

Hausärztliche Hilfe in Notfällen außerhalb der Sprechstundenzeiten.

Kindernotdienst
116 117
Zahnnotdienst
116 117

Notfallklinik

08331 / 70 14060
Notfall
- A A A +

Mensch sein

Geborgenheit

Medizinische Informationen

In der Med. Klinik I werden sämtliche Herzschrittmacher- und Defibrillator-Systeme aller gängigen Herzsteller nachgesorgt.

In Zusammenarbeit mit dem Gefäßchirurgischen Zentrum der Klinik für Allgemeinchirurgie erfolgen Implantation von Ein- und Zweikammer-schrittmachern, Defibrillatoren (ICD), biventrikuläre Systeme (CRT-D, CRT-P), sowie Geräte zur kardialen Kontraktionsmodulation (CCM), weiterhin geschieht im Rahmen der Synkopen- sowie Schlaganfalldiagnostik der Einbau von Event-Recordern.

Es besteht eine kassenärztliche Ermächtigung zur einmaligen ambulanten Herzschrittmacher- bzw. Defibrillatornachsorge nach erfolgter Operation.

Informationen für Patienten

Herzschrittmacher

Ein Herzschrittmacher verhindert das zu langsame Schlagen des Herzens bzw. das komplette Aussetzen des Herzschlags. Er besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen Schrittmacher (Aggregat), sowie einem oder zwei Elektrodenkabel. Das Schrittmacheraggregat wird in der Regel am rechten, selten auch am linken oberen Brustkorb unterhalb des Schlüsselbeines zwischen Haut und Muskel implantiert. Die Elektroden werden über eine dort verlaufende Vene in die rechte Herzkammer und/oder die rechte Vorkammer gebracht. Das untere Ende wird mit einer kleinen Schraube in der Herzwand sicher befestigt. Das obere Ende wird mit dem Aggregat verschraubt.

Die Operation geschieht in lokaler Betäubung und dauert zwischen 20 min und 1,5 Stunden. Man unterscheidet Ein- und Zweikammerschrittmacher, je nachdem, ob nur eine oder zwei Elektroden implantiert werden. Der implantierte Schrittmacher wacht nun über die Herzschlagfolge. Fällt ein Schlag aus oder wird der Abstand zwischen zwei Schlägen zu lang, kann der Schrittmacher in dieser Situation eingreifen und mittels eines Stromimpulses einen oder mehrere Herzschläge veranlassen. Dieses bemerkt der Patient nicht.

Der Herzschrittmacher wird regelmäßig über eine Telemetrie kontrolliert. Dabei wird ein Abfragekopf auf die Stelle des Brustkorbes gelegt, an welcher der Schrittmacher unter der Haut liegt. Die Abfrage dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Defibrillator (ICD)

Ein Defibrillator (ICD) verhindert einen Herzstillstand bei Kammerflimmern durch gezielte Abgabe eines kurzen Stromstoßes. Er ist etwas größer als ein üblicher Herzschrittmacher, besteht aber ebenfalls aus Batterie (Aggregat) und einem oder zwei Elektrodenkabel.

Die Implantation geschieht im Prinzip an gleicher Stelle unterhalb des Schlüsselbeins, jedoch bevorzugt am linken oberen Brustkorb. Im Gegensatz zur herkömmlichen Schrittmacheroperation ist jedoch gelegentlich eine Kurznarkose zur Durchführung einer Stromschocktestung erforderlich.

Die Nachuntersuchung mittels Datenabfrage wird ebenfalls telemetrisch durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Gegebenenfalls muss ein Fahrverbot über einen definierten Zeitraum ausgesprochen werden.

Tiefergehende Informationen zu diesem Thema:

Kardiales Resynchronisationssystem (CRT)

Das kardiale Resynchronisationssystem (CRT) ist im Allgemeinen ein Defibrillatorgerät mit zusätzlichem 3. Elektrodenkabel, das in die große Herzvene zur linken Herzseitenwand hin platziert wird. Hierdurch geschieht eine gleichmäßige Verteilung des Strompulses an der linken Herz-Hauptkammer, was eine Verbesserung der Herzfunktion bei schwerer Herzschwäche bedeutet.

Der operative Eingriff wird im Herzkatheterlabor durchgeführt.

Die Nachsorge geschieht ebenfalls telemetrisch, zur Optimierung der Funktionsweise muss gelegentlich eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt werden.

Event-Recorder

Der Eventrecorder, auch Herzmonitor genannt, ist ein kleines Aggregat in der Größe von wenigen Streichhölzern. Er wird direkt unter die Haut links neben dem Brustbein implantiert. Er dient zur regelmäßigen Aufzeichnung von Herzsignalen ähnlich eines EKG´s, aber über einen langen Zeitraum von max. 4 Jahren. Somit können auch selten auftretende Herzrhythmusstörungen erfasst und ggf. später mit einem Herzschrittmacher behandelt werden.

Weiterhin kann das Gerät bei bestimmten Schlaganfallereignissen wertvolle Hinweise zu Ursache und Behandlung (Schutz vor erneutem Schlaganfall) liefern.

Als erstes Implantationszentrum im Allgäu verfügen wir mittlerweile über einen umfangreichen Erfahrungsschatz mit Einbau und Nachsorge der neuesten Gerätetechnologie.

Presse

Im Rahmen der diesjährigen Herzwoche der Deutschen Herzstiftung fand am Klinikum Memmingen eine Vortragsreihe zum Thema Herzrhythmusstörungen statt.

Rund 150 Besucher waren ins Klinikum Memmingen gekommen, um den interessanten Beiträgen mit anschließenden Diskussionsrunden zum Thema Herzrhythmusstörungen zu folgen.

Den Einführungsvortrag hielt der Chefarzt der Medizinischen Klinik I, Professor Dr. Andreas May, zum Thema „Wenn das Herz aus dem Takt gerät“. Dabei stellte der Kardiologe ein neues Herzmonitorsystem vor, das lediglich durch eine Injektion unter die Haut – also ohne aufwändige Operation – eingebracht werden kann.

In einem zweiten Vortrag berichtete Oberärztin Dr. Daniela Wimmert-Roidl unter dem Thema „Wenn das Herz zu schnell schlägt“ von der Behandlung mit einem implantierbaren Defibrillator, der ähnlich einem Herzschrittmacher eingebracht wird. Der Defibrillator kann einen plötzlichen Herztod infolge Kammerflimmerns durch eine Schockabgabe mit hoher Energie abwenden.

Abgerundet wurde das dreistündige Programm von Oberarzt Dr. Marcus Siry, der unter dem Motto „Wenn das Herz aussetzt“ Neues rund um den Herzschrittmacher zu berichten wusste.

Jeder Besucher hatte anschließend die Möglichkeit, individuelle Probleme mit den Ärzten zu diskutieren und einen echten Herzschrittmacher beziehungsweise Defibrillator in den Händen zu halten.

Kleinstes EKG-Gerät der welt erstmalig im Allgäu eingepflanzt

Es ist nicht viel größer als ein Streichholz und überwacht die Herztätigkeit des Patienten: Das kleinste EKG-Gerät der Welt, das erst seit einer Woche in Deutschland zugelassen ist, wurde am Dienstag erstmalig am Klinikum Memmingen implantiert. Das neuartige Herzüberwachungssystem wurde in nur wenigen Minuten in lokaler Betäubung eingepflanzt.

Wie uns der operierende Kardiologe, Dr. Marcus Siry berichtet, wird das neue System, das eine Größe von lediglich drei gebündelten Streichhölzern aufweist (siehe unteres Bild), mithilfe einer Injektionsspritze weitgehend schmerzfrei unter die Haut in Herzhöhe eingebracht.

„Der Patient spürt davon nicht viel“, erklärt Siry, der jetzt an der Medizinischen Klinik I des Klinikums Memmingen unter der neuen Leitung von Chefarzt Professor Dr. Andreas May erstmalig dieses System im Allgäu bei zwei Patienten erfolgreich implantierte.

Die Kardiologen setzen diese modernste Technik auf kleinstem Raum zur Erfassung unterschiedlichster Formen von Herzrhythmusstörungen ein sowie zur Ursachenforschung bei immer wiederkehrenden Bewusstlosigkeiten.

„Dies ist die Weiterentwicklung sogenannter Eventrecorder, die bisher noch acht mal so groß waren wie das neue Gerät und operativ mit einem Schnitt in Herznähe eingesetzt werden mussten“, schildert der Oberarzt.

„Nach erfolgreichem Eingriff ist der Mini-Herzmonitor vollständig telemetrierbar“, erklärt Siry. Das bedeutet, dass bei den Patienten eine kontinuierliche Aufzeichnung jeden einzelnen Herzschlags erfolgt – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Dies geschieht mit Hilfe einer Übertragungsbox, die beispielsweise zu Hause auf dem Nachttisch des Patienten steht und die Herzdaten kabellos über das Telefonnetz ins Klinikum Memmingen sendet.

„Dabei ist es eigentlich völlig egal, wo sich der Patient aufhält, ob in Deutschland oder außerhalb. Hauptsache, er führt seine Übertragungsbox mit sich.“

Für diese regelmäßige und automatische Datenübertragung und Datenüberwachung steht dem Klinikum Memmingen eine erst vor wenigen Wochen neu angeschaffte Software zur Verfügung.

„Aufgrund der geringen Größe ist das System auch erstmals bei Kindern einsetzbar“, lobt Siry das kleinste EKG-Gerät der Welt, das lediglich zwei Gramm schwer ist. Deswegen sei auch eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am Klinikum Memmingen vorgesehen.Mit zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen gehört das Vorhofflimmern. Dabei schlägt das Herz meist zu schnell und unregelmäßig, weil Erregungen in den Herzvorhöfen den normalen Rhythmus aus dem Takt bringen. Solche Störungen können anfallsweise auftreten und einen Schlaganfall verursachen. Der neue Mini-Rekorder soll auch diese Form der Rhythmusstörungen erkennen.

Fachabteilung Schnellkontakt

Nachricht an die Medizinische Klinik I

Sprechzeiten

Herzschrittmacher- und ICD-Ambulanz

Sprechzeiten nach Vereinbarung Montag bis Donnerstag 13:30 - 15:00 Uhr

Sekretariat Telefon: 08331 / 70-2339

Ansprechpartner / Ärzte
Frau Gromer
Sekretärin
Tel.: 08331 / 70-2361

E-Mail
Frau Steidele
Sekretärin
Tel.: 08331 / 70-2361

E-Mail
Frau Wiest
Sekretärin
Tel.: 08331 / 70-2361

E-Mail