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Akutgeriatrie

Innerhalb der medizinischen Klinik II gibt es seit 2016 eine Station für Akutgeriatrie. Unter der Leitung von Frau Oberärztin Bikker werden dort geriatrische Patienten mit einer akuten internistischen Erkrankung behandelt.
Geriatrie (Altersmedizin) ist die Fachdisziplin in der Medizin, die sich mit den Besonderheiten des älteren Patienten befasst. Durch den physiologischen Alterungsprozeß kommt es zu Veränderungen in der Funktion und Arbeitsweise der inneren Organe. Daraus folgt, dass es Unterschiede bei der Entstehung und der Behandlung von Krankheiten zwischen jüngeren und älteren Erwachsenen gibt.

In der Akutgeriatrie werden diese Besonderheiten berücksichtigt und der Patient unter einem ganzheitlichen Ansatz behandelt. Dabei stehen neben der Behandlung der akuten Erkrankung die Erhaltung und die (Wieder-) Erlangung der Selbstversorgungs-fähigkeiten des Patienten im Mittelpunkt. Da ein älterer Patient bereits in den ersten Tagen in einem Krankenhaus an Kraft und Selbständigkeit verlieren kann, ist es wichtig, dass bereits bei Beginn des Krankenhausaufenthaltes eine spezialisierte Behandlung begonnen wird, die dem entgegen wirkt.

An der Versorgung des Patienten ist daher neben den Ärzten den verschiedenen Fachdisziplinen ein Team aus Therapeuten beteiligt:

  • Physiotherapeuten
  • Ergotherapeuten und Logopäden,
  • Sozialarbeitern und spezialisiertem Pflegepersonal

Am Beginn der Behandlung steht ein sogenanntes geriatrisches Assessment (Beurteilung) des Patienten, anhand dessen dann ein individuelles Therapiekonzept erstellt wird. Jeder Patient erhält neben der medizinischen Diagnostik und Therapie tägliche Übungseinheiten an Krankengymnastik und Ergotherapie. Dabei wird insbesondere die Mobilität und der Gebrauch von Hilfsmittel beübt. Patienten, die Schwierigkeiten mit der Sprache oder dem Schlucken haben, erhalten eine zusätzliche logopädische Therapie. Das Pflegepersonal ist so geschult, dass der Patient bei der Körperpflege angeleitet und unterstützt wird und dabei lernt, sich (wieder) selber zu versorgen.

Wöchentlich erfolgen Teambesprechungen, in denen jeder Patient und seine Fortschritte besprochen werden. Ziel ist es, die Selbständigkeit so zu erhalten oder wiederzuerlangen, dass die Rückkehr in die häusliche Umgebung wieder möglich ist. Falls dies (noch) nicht möglich ist, wird die Möglichkeit einer geriatrischen Rehabilitationsmaßnahme im Anschluss an die akute Behandlung im Krankenhaus besprochen. Auch die Optimierung der häuslichen Versorgung durch Organisierung von ambulanten Pflegediensten und Beratung über die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln wird durch die Mitarbeiter der Überleitungspflege in Rücksprache mit den Patienten und Angehörigen durchgeführt.

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