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Eindruck

Bildimpressionen aus unserem Klinikalltag.

Störungen des Sozialverhaltens

Eine Störung des Sozialverhaltens bedeutet, dass Kinder/ oder Jugendliche ein andauerndes oder sich wiederholendes Muster von dissozialem, aggressivem oder aufsässigem Verhalten zeigen.
Es ist schwerwiegender als kindlicher Unfug oder jugendliche Aufmüpfigkeit.
Störungen des Sozialverhaltens treten häufig mit schwierigen familiären Umständen oder Schulproblemen gemeinsam auf und halten länger als sechs Monate an. Jungen sind häufiger betroffen.
Das Ausmaß der Symptome muss gravierend sein und nicht alterstypisch (z. B. sind Wutanfälle bei einem dreijährigen Kind alterstypisch).

Symptome, die zur Diagnose Störungen des Sozialverhaltens führen, sind z. B.: Stehlen, extremes Maß an Streiten oder Tyrannisieren, Schule Schwänzen und Weglaufen von zu Hause, ungewöhnlich häufige und starke Wutausbrüche und Ungehorsam, häufiges Lügen, Gewalttätigkeit gegenüber Anderen, Zerstörung von Eigentum, Feuerlegen oder Grausamkeit gegenüber Tieren, u. a..

Es gibt Störungen des Sozialverhaltens, die auf den familiären Rahmen beschränkt sind. D.h. das Kind/ der Jugendliche zeigt das dissoziale oder aggressive Verhalten nur zu Hause und auf die Familienmit-glieder bezogen.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie unterscheidet weiterhin in Störungen des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten (v. a. bei Kindern zw. 9 und 10 Jahren) und es wird unterschieden, inwieweit das Kind /der Jugendliche über soziale Bindungen verfügt.

Störungen des Sozialverhaltens sind abzugrenzen von emotionalen Störungen (siehe Emotionale Störungen), es gibt aber auch eine Kombination beider Störungsbilder. Hier fallen die Kinder / Jugendlichen z. B. zusätzlich zum auffälligen sozialen Verhalten auch durch depressive Verstimmung oder Angstzustände auf.

Die Diagnosestellung erfolgt durch psychologische oder kinderpsychiatrische Diagnostik.

Weiterführende Informationen zum Sozialpädiatrisches Zentrum – SPZ am Klinikum Memmingen: