Wichtiges Bindeglied zwischen Theorie und Praxis
20 Mitarbeitende schließen Weiterbildung zur Praxisanleitung erfolgreich ab

Die erfolgreichen Absolventen der Weiterbildung zur Praxisanleitung mit ihrer Kursleiterin Maria Kaufmann-Epple (ganz rechts) und weiteren Vertretern des Klinikums Memmingen. Fotos: Eva Maria Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen
Ein wichtiger Faktor für eine qualitativ hochwertige Ausbildung ist die sogenannte Praxisanleitung. Denn Praxisanleitende gestalten zu einem großen Teil den praktischen Part einer Ausbildung mit. Am Klinikum Memmingen haben jetzt 20 Mitarbeitende die anspruchsvolle Weiterbildung zur Praxisanleitung erfolgreich abgeschlossen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der staatlich anerkannten, 300-stündigen Zusatzqualifikation übernehmen die neuen Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter eine wichtige Rolle im Klinikum Memmingen. Denn sie bilden das Bindeglied zwischen der theoretischen Ausbildung und der praktischen Arbeit am Patienten und werden künftig Auszubildende und Studierende auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten.
„Sie dürfen stolz darauf zurückblicken, was Sie während Ihrer anspruchsvollen Weiterbildung geleistet haben“, gratulierte die stellvertretende Leiterin der klinikinternen Berufsfachschule für Pflege, Maria Kaufmann-Epple. „Sie haben sich innerhalb eines Jahres ein umfassendes Wissen in den Bereichen Berufspädagogik, Gesprächsführung, Konfliktmanagement und Leistungsbewertung angeeignet“, so Kaufmann-Epple, die den zwölfmonatigen Praxisanleiter-Kurs geleitet hatte.
Die Teilnehmenden kommen aus verschiedenen Klinikbereichen: Intensivstation, Notfallklinik, Anästhesie, OP, Kreißsaal, Kinderklinik, Normalstation und Überwachungsstation.
Nun sind die 20 Absolventinnen und Absolventen gesetzlich qualifiziert, Auszubildende systematisch anzuleiten und praktische Prüfungen abzunehmen.
„Sie werden künftig Lernprozesse steuern, beraten, anleiten und so den Auszubildenden und Studierenden die nötige Praxis vermitteln“, schilderte Kaufmann-Epple und überreichte gemeinsam mit dem stellvertretenden Pflegedirektor Jochen Zettler die Urkunden.
Während der feierlichen Zertifikatsübergabe präsentierten die Absolventinnen und Absolventen auch die Inhalte ihrer Projekte, die sie im Rahmen ihrer Weiterbildung umgesetzt hatten.
„Hier konnten die angehenden Praxisanleiterinnen und -anleiter kreativ werden und eigene Visionen umsetzen, von denen dann auch das Klinikum profitieren wird“, unterstrich Kursleiterin Maria Kaufmann-Epple. Dabei entwarfen die Kursteilnehmenden beispielsweise einen Workshop, mit dem das sterile Ankleiden im OP geübt werden kann oder ein Modell zum Trainieren eines Verbandswechsels. Auch Kurzvideos zur einfachen Bedienung von medizinischen Gerätschaften wurden bei den Facharbeiten präsentiert sowie verschiedene Methoden zur spielerischen Wissensvermittlung, beispielsweise in Form eines Memorys oder Quiz.