Beckenbodenzentrum Urologie
Alle unten aufgeführten Verfahren werden in unserer Klinik angeboten.
Für eine individuelle Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Inkontinenz-Sprechstunde.
Nach einem ausführlichen Gespräch zur Krankengeschichte folgt eine körperliche Untersuchung. Häufig zusätzlich eingesetzte Verfahren sind:
- Urinanalyse
- Ultraschall (bei voller und leerer Blase)
- (Video-)Urodynamik (Blasendruckmessung)
- Blasenspiegelung, „Elevationstest“
- Ggf. Röntgenuntersuchung
Auf Basis der Befunde wird eine individuelle Therapie eingeleitet. Mögliche Behandlungsformen sind:
- Medikamente (v.a. bei Dranginkontinenz)
- Physio- oder Beckenbodentherapie (v.a. bei Belastungsinkontinenz)
- Konservative Maßnahmen
- Elektrotherapie
- Operative Verfahren
In der Regel erfolgt eine Stufentherapie – von konservativen bis hin zu invasiven Methoden.
Nach einer Prostataentfernung kann eine Belastungsinkontinenz auftreten. Die Ärzte beurteilen den Schweregrad und die Funktion des äußeren Schließmuskels, um die passende Therapie zu wählen.
Operative Optionen:
- Harnröhren-Untersprizung mit „Bulkamid“
- Schlingenoperation (für milde bis moderate Inkontinenz): Eine synthetische Schlinge (z. B. ATOMS™-Band) stützt die Harnröhre und verbessert die Blasenkontrolle.
- Künstlicher Schließmuskel (für schwere Inkontinenz), z.B. AMS 800: Eine Manschette, die um den Blasenhals gelegt wird kann über ein Pumpsystem gesteuert werden und ermöglicht dadurch die gezielte Blasenentleerung.
- Injektion von Botulinumtoxin (Botox) in den Blasenmuskel:
Bei Dranginkontinenz, wenn die medikamentöse Therapie keine ausreichende Wirkung zeigt. Das Botox wird im Rahmen einer Blasenspiegelung in die Blasenwand eingespritzt. Es beruhigt den Blasenmuskel. - Sakrale Neuromodulation (Blasenschrittmacher):
Bei komplexen Blasenfunktionsstörungen. Der Blasenschrittmacher kann sowohl bei Miktionsstörungen als auch Inkontinenz eingesetzt werden. Er reguliert die Blasenentleerung und -speicherung.
Sprechzeiten
Urologie
Dienstags von 13 bis 16 Uhr, auf Zuweisung von niedergelassenen Urologen